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Wiener Staatsoper: ORF-Programm zum Start der neuen Direktion
Meyer, Welser-Möst und Legris in ORF 2, 3sat und Ö1Mit „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“, einer Neueinstudierung von „La Bohème“ mit Rolando Villazón, und „Die Zauberflöte“ startet die Wiener Staatsoper im September 2010 in die Spielsaison. Nicht nur das Programm ist vielversprechend – auch den neuen Direktoren eilt ihr guter Ruf voraus: Dominique Meyer wechselt vom Théâtre des Champs-Élysées in die Wiener Staatsoper und löst Ioan Holender in seiner Funktion als Staatsoperndirektor ab. Der französische Startänzer Manuel Legris übernimmt die Leitung über Tanz und Ballett, und Franz Welser-Möst wird neuer Generalmusikdirektor. Neben der Premiere von Paul Hindemiths „Cardillac“ (live in Ö1 am 23. Oktober, 20.00 Uhr) stehen dem Haus am Ring große Neuerungen bevor: Bei Händels erstmals in der Staatsoper gespielter „Alcina“ (Premiere: 14. November) sitzen nicht die Musiker des Staatsopernorchesters, sondern die Musiciens du Louvre im Graben. Und mit Jean-Louis Martinotys „Don Giovanni“-Inszenierung nimmt am 11. Dezember unter Welser-Möst der neue Mozart-Zyklus seinen Anfang. Der ORF widmet dem neuen Direktorengespann der Wiener Staatsoper mehrere Programmpunkte und stellt sie vor: Am Sonntag, dem 29. August, um 9.35 Uhr zeigt ORF 2 im Rahmen der „Matinee“ ein Porträt über den österreichischen Dirigenten Franz Welser-Möst. Dominique Meyer und Manuel Legris werden eine Woche darauf, am 5. September, in der „Matinee“ mit „Pariser Charme trifft Wiener Flair“ um 9.35 Uhr in ORF 2, sowie am 26. September, um 18.30 Uhr in 3sat porträtiert. Außerdem überträgt Ö1 live zwei von Welser-Möst dirigierte Opern.
„Franz Welser-Möst“ – 29. August,
9.35 Uhr, ORF 2
Der neue Generalmusikdirektor Welser-Möst steht zu Saisonbeginn
selbst am Pult der Staatsoper: Am 5. September bei „Tannhäuser“
in der Inszenierung von Claus Guth und bei „La Bohème“,
die als musikalische Neueinstudierung und mit Publikumsliebling
Rolando Villazón als Rodolfo dargebracht wird. In dem
Porträt von Felix Breisach sieht man Welser-Möst bei
Probearbeiten und Konzerten mit dem Cleveland Orchestra, dessen
Musikdirektor er seit 2002 ist. Außerdem zeigt ihn die
Dokumentation bei der Arbeit am Opernhaus Zürich, wo er
von 1995 bis 2002 als Musikdirektor und von 2002 bis 2005 als
Chefdirigent wirkte, sowie beim Einstudieren des Wagner-Ringes
an der Wiener Staatsoper mit den Wiener Philharmonikern. Gespräche
geben Einblicke in das private Leben des Künstlers: Welser-Möst
spricht über die Vorbereitungen für seine neuen Aufgaben,
seine Erwartungen an die Zukunft und wie er zu seinem Beruf
kam.
Pariser Charme trifft Wiener Flair – Die neue
Operndirektion – 5. September, 9.35 Uhr, ORF 2 und 26.
September, 18.30 Uhr, 3sat
Der Pariser Startänzer Manuel Legris, der in Wien zum ersten
Mal ein Direktorenamt annimmt, debütierte 1985 in Rudolf
Nurejews „Raymonda“ an der Staatsoper. Bei der Übertragung
des berühmten Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker
trat Legris vor zehn Jahren mit einer getanzten Strauß-Polka
als Wiener Grußbotschafter vor ein internationales Publikum.
Im Frühsommer 2009 ging Legris als Etoile-Tänzer der
Pariser Oper offiziell in Pension und erlebte bei seinem letzten
Abend einen Begeisterungssturm, der ihn 45 atemberaubende Minuten
vor dem Vorhang festhielt. Auf den Direktorenjob bereitete er
sich äußert gewissenhaft vor, obwohl er nebenbei
internationale Tanz-Engagements absolvierte. Dem Wiener Publikum
will er seine Liebe zum klassischen Tanz und sein Verständnis
von der Kunst des Balletts näherbringen.
Der im Elsass geborene Dominique Meyer hat sich in Frankreich den Ruf eines exzellenten Musikmanagers an verschiedenen Häusern, zuletzt als Generalintendant am Théatre des Champs-Élysées erworben. Den ehemaligen Wirtschaftswissenschafter, Politberater und Mitbegründer des deutsch-französischen Fernseh-Kulturkanals ARTE begleitet seit früher Jugend eine unbändige Liebe zur Oper, die letztlich seinen Berufsweg gestaltet. Lange bevor seine eigentliche Amtszeit als neuer Staatsoperndirektor begonnen hat, versuchte Dominique Meyer gezielt, sich mit den Wiener Verhältnissen vertraut zu machen und den Spielplan für eine glanzvolle neue Opernära zu entwerfen. Dass dabei gleichzeitig seine Pariser Intendanz im Vollbetrieb weiterlaufen musste, hat ihm Qualitäten eines Marathonläufers abverlangt. Im Gespräch zeigt er sich als sympathischer, hochgebildeter Kunst- und Musikkenner, der mit leisem Witz und Ironie sich und die Welt betrachtet.
Ö1 zum Direktorenwechsel in der Wiener Staatsoper
„Kultur aktuell“ bringt fortwährend
Berichte zu der Neubesetzung an der Wiener Staatsoper. Die ersten
musikalischen Arbeiten in seinem neuen Metier als Generalmusikdirektor
der Wiener Staatsoper sind auf Ö1 mitzuhören: Franz
Welser-Möst dirigiert am 6. September Giacomo Puccinis
„La Bohème“ an der Staatsoper, mit Rolando
Villazón als Rodolfo und Krassimira Stoyanova als Mimi
– zu hören ab 19.30 Uhr live auf Ö1. Paul Hindemiths
„Cardillac“, unter der musikalischen Leitung von
Franz Welser-Möst, steht am 23. Oktober, um 20.00 Uhr live
auf dem Programm von Ö1. Unter der Regie von Sven-Eric
Bechtolf sind Juha Uusitalo in der Titelrolle, Juliane Banse
als „Die Tochter“ und Herbert Lippert als „Der
Offizier“ zu hören.
Rücksprachehinweis:
ORF-Pressestelle
Eva Hödlmoser
(01) 87878 – DW 14702
http://presse.ORF.at
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