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KUNST HAUS WIEN: Jahresprogramm 2012
Politische Plakate aus 100 Jahren - Elliott Erwitt: Mensch im Hund - Foto-Automaten-Kunst
Wien (OTS) - Am Donnerstag präsentierten Wien Holding-Geschäftsführer Peter Hanke und Kunst Haus Wien-Direktor Franz Patay das Programm der Wechselausstellungen für das Jahr 2012. Mit dem Jahr 2012 geht das KUNST HAUS WIEN in seine fünfte Saison als Museum der Wien Holding. "In den letzten Jahren ist uns gelungen, dieses Haus als idealen Ort für die Kunst des 20. Jahrhunderts zu etablieren. Das KUNST HAUS WIEN ist nicht nur durch seine Architektur ein buntes, abwechslungsreiches und spannendes Haus, sondern es widmet sich mit seinen Ausstellungen ganz konsequent der Kunst einer spannenden Epoche. Und diesen eingeschlagenen Weg setzen wir auch im Jahr 2012 konsequent fort", so Wien Holding-Geschäftsführer Peter Hanke.
Bei der Programmgestaltung 2012 setzt das Haus auch weiterhin die Beschäftigung mit thematischen Ausstellungen fort, die die Kontinuität großer Personalen ergänzen. "Während 2011 ein Jahr der Eigenproduktionen war, präsentiert sich 2012 als ein Jahr der Ausstellungen, die wir in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Wien realisieren. Kooperationen und strategische Partnerschaften sind 2012 für das KUNST HAUS WIEN von größter Bedeutung. Gemeinsam mit internationalen Partnern wollen wir unseren Standort dauerhaft und nachhaltig festigen", so KUNST HAUS WIEN-Direktor Franz Patay.
Mit seinen Fotografieausstellungen möchte das KUNST HAUS WIEN einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit diesem so wesentlichen Medium leisten, wobei die hohe Akzeptanz dieser Ausstellungen - wie etwa aktuell bei "Henri Cartier-Bresson. Der Kompass im Auge" - diese Ausrichtung bekräftigt.
Das Programm im Überblick:
Ab 8. März 2012 läuft die Ausstellung Head 2 Head: Politik und Image, die politische Plakate aus 100 Jahren von Lenin bis Guevara, von Schwarzenegger bis Timoschenko zeigt. Ab 14. Juni 2012 steht Elliott Erwitt: "Mensch im Hund" auf dem Ausstellungsplan. Die Schau zeigt Erwitts Fotografien aus den Jahren 1949 bis 2001. Weltberühmt haben Erwitt seine liebevollen Fotos gemacht, die den Hund von einer durchaus menschlichen Seite zeigen.
Die dritte Wechselausstellung im Jahr 2012 ist der Kunst aus
dem Fotoautomaten gewidmet. Diese Automaten waren noch vor wenigen
Jahren fast überall zu finden, auf Bahnhöfen oder
in Einkaufszentren. Viele Künstler - von den Surrealisten
bis Warhol und Rainer - haben das Potenzial der Fotoautomaten
für die Kunst genutzt. Ihre
"maschinellen" Werke sind in dieser Ausstellung ab
11. Oktober zu sehen. Und noch bis 26. Februar 2012 läuft
die im November 2011 gestartete Schau "Henri Cartier-Bresson:
Der Kompass im Auge: Amerika-Indien-Sowjetunion", die den
Bildern des legendären Mitbegründers der Fotoagentur
Magnum gewidmet ist.
Head 2 Head: Politik und Image - Politische Plakate aus 100 Jahren Von Lenin bis Guevara, von Schwarzenegger bis Timoschenko (8. März bis 3. Juni 2012)
Politiker ringen mit Krisen ebenso wie mit dem eigenen Image. Werbewirksame Inszenierung soll Wählervertrauen bringen und Machterhalt sichern. Die Ausstellung zeigt die wichtigsten Strategien der Imagebildung und die Bildformeln, die sie nutzen: vom "Mann von nebenan", der sich vermeintlich von der abgehobenen Politikerklasse abgrenzt, bis zum Typus des einer höheren Mission zugewandten "Visionärs". Beispiele politischer Plakate aus den letzten 100 Jahren beleuchten den gesamten "Lebenszyklus" einer Politikergestalt von der Kampagne über die Repräsentation bis zur bissigen Satire der politischen Demontage. Fallstudien aus verschiedenen Epochen und Systemen zeigen den Wandel des Politikerbildes: von Lenin und Che Guevara bis zu Arnold Schwarzenegger und Julia Timoschenko.
Die Ausstellung wurde vom Museum für Gestaltung Zürich entwickelt und schöpft aus dessen Plakatsammlung, die zu den weltweit bedeutendsten zählt. Politische Plakate aus Diktaturen und Demokratien stehen Ikonen der politischen Satire - von John Heartfield bis Klaus Staeck - gegenüber, ergänzt um exemplarische fotografische Serien und Kunstprojekte - wie etwa den Bildessay von Nicolas Righetti über den absolutistischen Herrscher Turkmenistans oder die berühmten Fotos von Angela Merkel, die Herlinde Koelbl über mehrere Jahrzehnte hinweg gemacht hat. Bezüge zur österreichischen Politik werden natürlich auch nicht fehlen.
Eine Ausstellung des Museum für Gestaltung Zürich in Zusammenarbeit mit dem KUNST HAUS WIEN.
Elliott Erwitt: Mensch im Hund. Fotografien 1949 bis 2001 (14. Juni bis 30. September 2012)
Besonders seine augenzwinkernden und liebevollen Fotos von der durchaus menschlichen Seite der Hunde haben Elliott Erwitt weltberühmt gemacht. In den Fotografien Erwitts, der Hunde und Kinder als Modelle bevorzugt, verbinden sich ein ironischer Blick und ein wacher Geist voll tiefgründiger Leichtigkeit. Diese umfassende Retrospektive zeigt einen höchst aktiven und vielseitigen Fotografen, der auch als "Woody Allen der Fotografie" charakterisiert wurde: den "unsichtbaren Insider", dessen Bilder von Chruschtschow und Nixon im Streitgespräch 1960 um die Welt gingen, den sozialrealistischen Dokumentaristen und insbesondere den Schöpfer humorvoller Bilder unseres Lebens, die dieses oft ein Stück leichter machen.
Der 1928 als Sohn russischer Einwanderer in Paris geborene Elliott Erwitt wuchs in Mailand auf, konnte 1939 mit dem letzten Schiff in die USA fliehen, ging in Los Angeles zur Schule und lebt seit vielen Jahren in New York. Neben Jahrzehnten höchst erfolgreicher Arbeit als Fotograf für Werbung und Reportagen und der Regie zahlreicher Fernsehfilme blieb Erwitt stets auch ein "Amateur", also ein "Liebender" der Fotografie, der seine listenreiche Beobachtungsgabe dem Tierischen ebenso gerne widmet wie dem Menschlichen und Allzumenschlichen.
Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit Magnum Photos statt.
Foto-Automaten-Kunst: Die Ästhetik hinter dem Vorhang Von den Surrealisten bis Warhol und Rainer (11. Oktober 2012 bis 13. Jänner 2013)
Fotoautomaten waren noch bis vor wenigen Jahren auf jedem Bahnhof
und an vielen Stellen in den Städten zu finden, heute sind
sie eine aussterbende Gattung. Als 1928 die ersten Fotoautomaten
in Paris aufkamen, stürzte sich nicht nur das Publikum,
sondern auch die Künstler auf die für wenig Geld innerhalb
von Minuten erhältlichen maschinellen Selbstporträts.
Die Surrealisten waren die ersten, die das Potenzial der Fotoautomaten
für die Kunst erkannten, viele andere
Künstler sollten ihnen folgen: Cindy Sherman, Arnulf Rainer,
Andy Warhol, Thomas Ruff zählen zu ihnen.
Die Ausstellung erlaubt mit mehr als 300 Exponaten von rund 60 internationalen Künstlern einen umfassenden Einblick in die "Ästhetik hinter dem Vorhang". Dabei wird die Maschine selbst und ihre Funktion auch in der Herstellung "offizieller" Passfotos ebenso gezeigt wie das künstlerische Spiel mit Identitäten, das Erzählen kurzer Geschichten auf den kleinen Bildstreifen oder das Schaffen eigener Welten. Die Ausstellung wurde vom Musée de l'Elysée Lausanne entwickelt und wird nur dreimal in Europa gezeigt - in Lausanne, Paris und Wien.
Ausstellungskuratoren:
Clément Chéroux, Kurator Musée national
d'art moderne - Centre Pompidou
Sam Stourdzé, Direktor Musée de l'Elysée
Anne Lacoste, Kuratorin Musée de l'Elysée
Andreas Hirsch, Kurator KUNST HAUS WIEN
Eine Ausstellung des Musée de l'Elysée Lausanne in Zusammenarbeit mit dem KUNST HAUS WIEN.
Das KUNST HAUS WIEN ist Pilotpartner des Fluxguide-Projekts
Nicht nur informieren sondern auch kommentieren und diskutieren
Mit Fluxguides bekommen Besucher nicht nur multimediale Informationen zur Ausstellung, sondern können Exponate kommentieren und mit anderen diskutieren. So entsteht eine offen-diskursive Atmosphäre, in der Besucher sich aktiv und konstruktiv mit der Ausstellung auseinandersetzen.
Wie Besucher zu einem Fluxguide kommen:
o Ausleihe eines der mobilen Geräte (iPod touch inkl. Hülle,
Umhängeband & Kopfhörer)
o Über das eigene Smartphone
o An einem der Fluxguide-Terminals (iPad 2)
o www.fluxguide.com
Begleitveranstaltung zu "Henri Cartier-Bresson. Der Kompass im Auge"am Dienstag, den 24. Jänner 2012, 19:00 Uhr
Das KUNST HAUS WIEN lädt im Rahmen der Ausstellung "Henri Cartier-Bresson. Der Kompass im Auge" zu folgender Veranstaltung ein: "Monsieur Henri, wie haben Sie das gemacht? Arbeitsweise, Ästhetik und Philosophie von Henri Cartier-Bresson"
Gespräch und Dialogführung durch die Ausstellung mit Fotohistoriker Hans-Michael Koetzle und Ausstellungskurator Andreas Hirsch.
Führungsbeitrag inkl. Eintritt: 9 Euro (für Besitzer
einer KUNST HAUS WIEN-Jahreskarte EUR 4,50)
Anmeldung unbedingt erforderlich: Fr. Böhm, Tel. 01-712
04 95-12, info@kunsthauswien.com
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldungen werden in der Reihenfolge
ihres Eintreffens bearbeitet.
o Ausstellungspartner des KUNST HAUS WIEN 2012:
Museum für Gestaltung Zürich
Magnum Photos
Musée de l'Elysée
LINK
Kunsthaus
Wien
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